Augenblicke

Augenblicke Nr. 8


Werden was wir sind

Wir leben in der Ansicht, ein Individuum zu sein. Deswegen sitzen wir in der Falle. Diese falsche Identifikation ruft ein Gefühl hervor, gefangen zu sein. Wir leben in einem Gefängnis und dieses Gefängnis heißt Ich. Wir träumen unser Ich-Leben. Deswegen müssen wir aufwachen. Alles Leid geschieht doch nur dadurch, weil wir diesen individuellen Ich-Traum träumen. Doch Aufwachen kann nicht dadurch geschehen, dass wir uns bemühen, aufzuwachen. Das ist nicht möglich. Indem wir uns anstrengen, füttern wir bereits wieder unser Ich. Aufwachen kann nur geschehen. Es geschieht von selbst. Geschehen-Lassen ist also das Geheimnis. Bevor wir jedoch unsere wahre Identität erfahren können, müssen wir unsere falsche Identität aufgeben: Das Bild, das wir uns von uns und der Welt gemacht haben – innen wie außen. „Du sollst dir kein Bild machen“, trifft nicht nur auf Gott zu, sondern in gleicher Weise auf uns. Durch Gewahrsein kommen wir ganz mühelos an den Punkt, wo ich und du, hier und dort, verschwinden, wo man nicht mehr intellektuell ist, sondern intuitiv.

Es geht um Ganzheit. Wir müssen werden, was wir sind. Das bedeutet: Wir müssen aus dem Bild, das wir uns von uns gemacht haben, heraustreten und zu einem Original werden. Wir müssen aufhören, einem Schatten nachzujagen, den wir für uns selbst halten. Ansonsten gleichen wir Don Quichotte, der mit vermeintlichen Windmühlen kämpft und am Ende erschöpft am Boden liegt. Es geht in diesem Leben nicht um ein Ideal, dem wir nachjagen, sondern darum, aufzuhören zu kämpfen und sich dem hinzugeben, was in diesem Bewusstseinsraum geschieht, ohne dass wir uns mit dem Geschehen identifizieren und ohne dass wir das, was geschieht, loswerden wollen. Alles, was dazu notwendig ist, ist Ernsthaftigkeit. Um den Rest kümmert sich das Große Ganze.

Unser Bewusstsein ist wie ein Spiegel, der alles widerspiegelt: Den Atem, die Gedanken, die Bilder und die Formen. Alles ist nur Erscheinung. Wir dürfen davon ausgehen, dass wir nie getrennt waren oder gebunden. Wir sollten uns vergessen, damit dass aufscheinen kann, was wir wirklich sind. Dazu müssen wir uns weder anstrengen, noch konzentrieren. Wir müssen aufhören zu suchen, wir müssen uns finden lassen.

Versenke dich daher einfach in den Raum hinein, in dem alles geschieht. Dieser Raum entsteht von ganz alleine, wenn keine Worte mehr sind. Das Erkennen in diesem Raum ist kein Intellektuelles, sondern mehr ein Intuitives. Wenn du dich in diesen Raum hineinspürst, wirst du ihn erfahren als grenzenlos und leer wie den Weltraum, grenzenlos und weit wie das Universum. Du wirst ihn erleben als einen raumlosen Raum ohne Zäune und Mauern, raumlos und zeitlos. In diesem Raum findet der Atem statt, doch es ist niemand da, der Atem dazu sagt. In dieser gedankenlosen Weite entsteht alles und vergeht alles, jeder Gedanke, jedes Bild, jede Vorstellung, jedes Konzept, jedes Gefühl. Wenn du jedoch das Objekt betrachtest, das in diesem Raum auftaucht, bist du schon wieder eingeengt. Betrachte vielmehr den Raum dahinter, den Raum darum herum, den Raum um den Atem herum, den Raum um dieses Spüren herum. Auf diese Weise lösen wir uns von dem Gefühl, es hätte etwas mit uns zu tun. Horche dabei immer wieder in dich hinein, ob es ruhig ist in dir. In dem Augenblick, in dem du den Kommentator suchst, wirst du niemanden finden, der in dir plappert. Suche den Gedanken in dir und du wirst nur Ruhe und Stille finden. Was bleibt, ist ein Gefühl von Anwesenheit, das auf niemanden bezogen ist, ein Spüren, ein Hören, ein Wahrnehmen ohne Empfänger. In diesem raumlosen Raum gibt es weder Alter noch Tod, weder Leiden, noch jemanden, der das Leid auf sich bezieht, weder Anfang noch Ende. Es ist ein Zustand absoluten Seins, in dem es einfach so ist, wie es ist. Hier sind wir zu Hause.

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