Liebe PranaHaus-Kunden,
Riesengedränge am Rohkoststand der "Veggieworld" - so köstlich mundet, was dort von schönen energiegeladenen Frauen angeboten wird. Alles roh, selbst zubereitet, nur 3 Stunden hätten sie geschlafen, aber sie seien so fit, sie könnten Bäume ausreißen, erfahre ich. Soll ich nun auch noch Rohköstlerin
werden oder reicht vegan? Ich bestelle gleich mal das Mixgerät für die grünen Smoothies. 40 Jahre lebe ich vegetarisch, spüre nun aber dumpf, eine Wende ist angesagt. Habe ein schlechtes Gewissen, weil ich noch Eier und Käse esse – denn auch Milcherzeugnisse tragen zur Tierquälerei bei und zur Klimaverschlechterung.
Im PranaHaus bestelle ich mir das Buch von Victoria Boutenko Die Vitalrohvolution und übertreibe
wieder mal, wie üblich – mein erster Smoothie ist zwar basen- aber so brennesselüberschüssig, dass ich für ein paar Tage keine Lust auf den zweiten verspüre. Victoria Boutenkos 12 Schritte zu lebendiger Nahrung landen leider erst mal auf dem Berg der dringend zu lesenden Bücher. Darüber geht der Frühling vorbei und ich habe den zarten Löwenzahn verpasst. Einige Monate lebe ich nun vegan. Mich von den Milchprodukten zu trennen, fällt schwerer als damals der Verzicht auf Fleisch, Wurst und Fisch. Ich fühle mich schlapp und habe schlechte Laune, das sind ja regelrechte Entzugserscheinungen! Kann es sein, dass Milchprodukte süchtig machen? Victoria Boutenko behauptet dies ja auch von Kochkost. Gekochte Nahrung als Trostspender?
Ich krame ihr Buch wieder hervor und der zweite Smoothie wird ein Knüller. Ich püriere Heidelbeeren (sind besonders gut für die Augen), eine kleine Birne, einen kleinen Apfel, eine halbe Banane, 2 Löffel Nüsse und Rosinen mit Wasser – schmeckt toll! Euphorisch geworden lasse ich gleich mal den Fingerhut voll Kaffee weg, der von den alten schlechten Gewohnheiten noch geblieben ist. Kleine Erfolge spornen an. Die Autorin hat sich selbst, ihren Mann und ihre beiden Kinder durch die Umstellung auf Rohkost von schweren Krankheiten total geheilt, dennoch missioniert sie nicht, sondern hat Verständnis für die großen und kleinen
Rückfälle ihrer Leser/Innen.
Ein wunderbares und dabei sogar noch lustiges Buch. Mal sehen, wie viel Prozent Rohkost ich schaffe!
Ihre
Barbara Rütting