Liebe PranaHaus-Kunden,
der Westen hat, was die Fragen nach dem Tod oder der Unsterblichkeit im Buddhismus anbelangen, teilweise irrige Vorstellungen, was hauptsächlich mit der Fehldeutung des Begriffes »Atman« (Nicht-Selbst) im Zusammenhang steht. Gleiches gilt für den Begriff »Nirvana«, den selbst Indologen jahrelang als Erlöschen, im Sinne von Vernichtung, interpretierten.
Diese beiden zentralen Irrtümer zu beseitigen, ist
die Intention dieser beiden Meisterwerke buddhistischen Denkens.
Lama Anagarika Govinda, der große Brückenbauer zwischen Ost und West, war einer der ersten, der deutlich machte, dass »Individualität und Universalität nicht zwei sich gegenseitig ausschließende Werte sind, sondern zwei Seiten derselben Wirklichkeit, die sich gegenseitig ergänzen und vervollständigen und eins werden im Erlebnis der Erleuchtung. Dieses Erlebnis löst den Geist aber nicht in einem amorphen All auf ..., sondern das Individuum wird zum lebendigen Brennpunkt eines universellen Bewusstseins.«
In gleicher Weise macht auch der Dalai Lama in seinen Ausführungen über die »Buddha-Natur« deutlich, dass die »Philosophie des Nicht-Selbst in keiner Weise die Existenz eines Ich verneint«. Auch für den Buddhisten ist die spirituelle Entwicklung ein sinnvoller Prozess, der nicht am Ende in einer vollständigen Auflösung endet.
Zwei Klassiker des Buddhismus, die zum Besten gehören, was die östliche Spiritualität dem Westen zu schenken hat und deutlich machen, dass die individuelle Unsterblichkeit des GEISTES die Gewissheit aller großen Weisen war!
Ihr
Dr. Peter Michel